BEGIN:VCALENDAR
VERSION:2.0
PRODID:-// - ECPv6.15.20//NONSGML v1.0//EN
CALSCALE:GREGORIAN
METHOD:PUBLISH
X-ORIGINAL-URL:https://z87.de
X-WR-CALDESC:Veranstaltungen für 
REFRESH-INTERVAL;VALUE=DURATION:PT1H
X-Robots-Tag:noindex
X-PUBLISHED-TTL:PT1H
BEGIN:VTIMEZONE
TZID:Europe/Berlin
BEGIN:DAYLIGHT
TZOFFSETFROM:+0100
TZOFFSETTO:+0200
TZNAME:CEST
DTSTART:20240331T010000
END:DAYLIGHT
BEGIN:STANDARD
TZOFFSETFROM:+0200
TZOFFSETTO:+0100
TZNAME:CET
DTSTART:20241027T010000
END:STANDARD
BEGIN:DAYLIGHT
TZOFFSETFROM:+0100
TZOFFSETTO:+0200
TZNAME:CEST
DTSTART:20250330T010000
END:DAYLIGHT
BEGIN:STANDARD
TZOFFSETFROM:+0200
TZOFFSETTO:+0100
TZNAME:CET
DTSTART:20251026T010000
END:STANDARD
BEGIN:DAYLIGHT
TZOFFSETFROM:+0100
TZOFFSETTO:+0200
TZNAME:CEST
DTSTART:20260329T010000
END:DAYLIGHT
BEGIN:STANDARD
TZOFFSETFROM:+0200
TZOFFSETTO:+0100
TZNAME:CET
DTSTART:20261025T010000
END:STANDARD
END:VTIMEZONE
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20250514T200000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20250514T200000
DTSTAMP:20260429T133123
CREATED:20250130T035353Z
LAST-MODIFIED:20250426T054942Z
UID:3418-1747252800-1747252800@z87.de
SUMMARY:Niels Frevert Trio Live - Pseudopoesie
DESCRIPTION:Niels Freverts neues Album heißt Pseudopoesie\, und davon abgesehen\, wie halluzinogen dieses Wort aussieht\, ist es natürlich bemerkenswert\, dass gerade er\, Frevert\, Held aller Lieddichter/innen deutscher Sprache\, sein siebtes und schon wieder überraschendes Album Pseodopoesie nennt. Ist das Koketterie oder hat der `ne Krise? Und warum haut er nach seinem Prä-Covid-Erfolgsalbum Putzlicht schon wieder so einen Hammer raus? Fragen\, auf die wir wahrscheinlich mal wieder keine befriedigenden Antworten bekommen werden\, denn N. Frevert ist nicht zu fassen. „Ich sing´ in einem Käfig\, in dem der Algorithmus nicht greift“‚Fremd in der Welt’ Es beginnt schon mit der Einordnung. Freverts Kollegen kriegt man alle easy zu greifen. Da ist Jochen\, der Intellektuelle. Thees\, der Kumpeltyp. Sven\, der Romantiker mit den Romanen\, und Gisbert\, der aus der WG-Küche der Herzen. Bei Niels aber wird’s vage. Er war schon immer der\, der nirgendwo so richtig dazugehörte. Ein Einzelgänger\, geheimnisvoll und etwas unnahbar. Ein Flaneur\, der alle paar Jahre mit zwei Händen voll Liedern aus der Versenkung erscheint\, für Verzückung sorgt und wieder verschwindet in der Anonymität jener Großstadt\, in der er seine Geschichten findet. Ein Meister der stolzen Melancholie\, bei dem Worte wie Einwegfeuerzeugstichflamme zur Hook werden und jedes Lied der Welt einen Blick abgewinnt\, einen Moment oder eine Formulierung\, die man nicht mehr vergisst. Zu fein für’s Formatradio\, zu verwirrend für den Algorithmus. Der Bruch kam mit dem 2019 erschienenen Album Putzlicht. Mit dem erfand sich Frevert nach fünf Jahren Pause quasi neu\, streifte das Korsett des Liedermachers ab. Plötzlich war alles größer und druckvoller\, als hätten The War On Drugs seine Schreibklause gestürmt. Pseudopoesie knüpft da an und geht noch weiter – auch dank des neuen Frevert-Produzenten Tim Tautorat (Faber\, Provinz\, Tristan Brusch). „Das Schwarze an deinem Handgelenk\, ist das Kajal?“‚Waschbeckenrand’ Bestes Beispiel für die Wandlung ist ‚Weite Landschaft’\, der Opener und die erste Single. Es beginnt wie ein Frevert-Stück von früher\, eine dieser aufrecht an der Liebe verzweifelnden Balladen – dann kippt’s\, fällt auf die Fü.e und rennt los. ‚Fremd in der Welt’ (Frevert über Frevert?) ist ein Hit\, ‚Waschbeckenrand’ eine Miniatur mit universeller Wucht\, wie sie nur Frevert schreiben kann\, das umwerfende‚ Träume hören nicht auf bei Tagesanbruch’ eine radioheadsche Elegie auf die Sehnsucht\, das „Klappern von Geschirr’ die Fortsetzung von ‚Wind in deinem Haar’ von Putzlicht. Mehr denn je richtet sich sein Blick auf das Weitermachen hinter den Fenstern der Großstadtwohnungen\, in denen viele seiner Geschichten spielen – diese hochverdichteten Momentaufnahmen\, in denen ganze Leben stecken. Freverts Lieder feuern nicht zum Durchhalten an\, spenden keinen Trost und geben keinen Rat. Sie legen sanft den Finger auf die Wunde\, da wo Träume verkümmern und Herzen verhärten\, schieben dich sachte zur Tür und lassen dich da stehen mit dem Schlüssel in der Hand. Das ist große\, zuweilen fast schmerzhaft schöne Popmusik\, die das Leben und die Menschen ernst nimmt\, aus Alltäglichkeiten das Drama unserer Existenz schält und neuerdings immer einen Ausweg bereithält: den radikalen Neuanfang\, die Flucht in ein neues Leben\, so als Idee … Warum jedoch das vielleicht schon wieder beste Niels-Frevert-Album aller Zeiten ausgerechnet Pseudopoesie heißt\, ist eine dieser Frevert-Fragen\, mit der wir uns einen Zopf drehen können. Ist es der dritte Teil einer P-Trilogie\, die aus den Alben Paradies der gefälschten Dinge\, Putzlicht und Pseudopoesie besteht? Meint das Pseudo die Zweifel des Dichters an seinen Texten? Oder ist es so eine Art Meta-Mittelfinger an den Mainstream? Wie auch immer: Dieses an sich interessante Wort wirkt etwas deplatziert auf diesem Album\, schmälert den Genuss desselben aber in keiner Weise. “Der Blick ist weit und die Sehnsucht groß /Und jeder Morgen ein neuer Versuch“‚Träume hören nicht auf bei Tagesanbruch’ Er sei „eigentlich auch ein ganz normaler alle dreieinhalb Jahre neues Album Typ“\, sagt er selber. Es sei denn\, es gibt eine harte Krise\, dann dauert es schon mal eine halbe Dekade. Pseudopoesie erscheint 3\,5 Jahre nach seinem Vorgänger – ein Hinweis. Außerdem wollte Frevert möglichst schnell wieder auf Tour. Und sein neuer Produzent Tim Tautorat ist auf Zack – verliert keine Zeit\, liebt das Risiko und spielt Streicherarrangements einfach mal selbst ein. So kam es\, dass Pseudopoesie in nur sechs Wochen entstand – die kürzeste Albumproduktionsphase seit dem Frevert-Debüt von 1997. Aufgenommen hat er die zehn neuen Lieder mit der Live-Besetzung von Putzlicht – das erste Mal\, dass seine Band zwischen zwei Alben komplett zusammenbleibt. Niels Frevert scheint angekommen zu sein: zwischen den Stühlen\, auf der äußeren Umlaufbahn oder einfach nur auf dem Weg zum ewigen Weiter. Versuche\, ihn zu fassen und er lässt los\, macht nen zweieinhalbfachen Salto unter der Zirkuskuppel ohne Netz\, landet in seinem Glitzertrikot\, singt dir das Herz auf und ist wieder weg. 								\n					\n				\n		\n					\n				\n					Tickets				\n					\n				\n		\n					\n				\n									Abendkasse 30.-
URL:https://z87.de/event/250514/
CATEGORIES:Singer / Songwriter
ATTACH;FMTTYPE=image/jpeg:https://z87.de/wp-content/uploads/2025/01/250514-1.jpg
END:VEVENT
END:VCALENDAR